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deine rechte und pflichten

Zeug*innen sind wichtig und helfen Straftaten aufzuklären. Sie geben Polizei und Justiz wichtige Hinweise darüber, was, wann, wo und wie etwas passiert sein kann. Du kannst als Zeuge* bzw. Zeugin* selbst Strafanzeige stellen oder von der Polizei vernommen werden.

Wenn du nicht direkt nach der Straftat als Zeuge* bzw. Zeugin* angehört wurdest, erhältst du eine schriftliche Vorladung per Post nach Hause. Eine schriftliche Vorladung beinhaltet den Termin und Ort der Vernehmung sowie gegebenenfalls mitzubringende Unterlagen. Für Terminänderungen kannst du dich persönlich, telefonisch oder per E-Mail bei der zuständigen Dienststelle melden. Dein*e Arbeitgeber*in ist dazu verpflichtet, dich für die Zeugenaussage freizustellen.

Im Rahmen einer Zeugenbelehrung wirst du über deine Rechte und Pflichten als Zeuge* bzw. Zeugin* informiert.

Du hast das Recht, eine Zeugenaussage zu verweigern, wenn

  • du mit der beschuldigten Person verheiratet, verlobt oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft bist oder warst, also auch wenn diese Beziehung nicht mehr besteht
  • du mit der beschuldigten Person nahe verwandt oder verschwägert bist

Du kannst die Auskunft auf Fragen verweigern, wenn du dich oder die eben genannten Personen durch die Beantwortung der Gefahr aussetzt, wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden.

Minderjährige dürfen nur als Zeuge* bzw. Zeugin* angehört werden, wenn sie es selbst wollen und ihre Eltern, Betreuer oder gesetzlichen Vertreter zustimmen. Eine Zeugenvernehmung kann in Bild und Ton aufgezeichnet werden.

 

Als Zeuge* bzw. Zeugin* hast du auch Pflichten:

Deine Angaben zur Sache müssen der Wahrheit entsprechen, andernfalls machst du dich unter Umständen selbst strafbar.

Zu Beginn der Vernehmung werden dein Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort sowie deine Wohnanschrift erfragt und in der Vernehmung vermerkt. Du musst diese Fragen beantworten. Bei einer besonderen Gefährdung, also wenn der sogenannte „kleine Zeugenschutz“ greift, kann statt deiner Wohnanschrift eine andere Adresse aufgeschrieben werden, über die du erreicht werden kannst. Wenn du Angst vor dem Täter* bzw. der Täterin* hast, kannst du dich  zudem an eine Beratungsstelle wenden.

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