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Was ist Hasskriminalität
eigentlich?

Hasskriminalität (engl. hate crime) umfasst Straftaten, die gegen Personen oder Sachen gerichtet sind, aufgrund deren

  • sexuellen Identität
  • Geschlecht / geschlechtlichen Identität
  • politischen Einstellung
  • Nationalität
  • Volkszugehörigkeit
  • Rasse
  • Hautfarbe
  • Religion
  • Weltanschauung
  • Herkunft
  • Behinderung
  • gesellschaftlichen Status
  • äußeren Erscheinungsbildes

Von Hasskriminalität Betroffene werden von vorurteilsgeleiteten Täter*innen ausgesucht und stellvertretend für eine Gruppe von Menschen angegriffen. Somit gilt die Tat der ganzen Gruppe und soll eine Wirkung in der Gesellschaft erzielen. Es können auch mehrere der genannten Faktoren eine Rolle spielen, z.B. wenn jemand aufgrund seiner sexuellen Identität und der Nationalität angegriffen wird. Täter*innen können Fremde oder Betroffenen bekannt sein, wie z.B. Nachbar*innen oder Arbeitskolleg*innen.

Hasskriminalität wird der politisch motivierten Kriminalität zugeordnet. Politisch motivierte Straftaten stellen laut dem Bundesministerium des Inneren eine besondere Bedrohung für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung dar. Daher kann politisch motivierte Kriminalität aufgrund ihrer besonderen Schwere härter bestraft werden. Sie fällt in die Zuständigkeit des polizeilichen Staatsschutzes und wird in einer bundesweit einheitlichen geführten, separaten Statistik erfasst, um frühzeitig Entwicklungen und Tendenzen erkennen zu können. Insbesondere deswegen ist es wichtig, LSBTIQ*-feindliche Straftaten bei der Polizei anzuzeigen.

zahlen und fakten

LSBTIQ*-feindlichkeit
im jahr 2022

Im Jahr 2022 gab es laut einer Statistik des Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) in Deutschland insgesamt 1.422 Straftaten, die aufgrund von Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit verübt wurden. Diese Straftaten wurden der Hasskriminalität zugeordnet.

  • 309 davon waren Gewalttaten.
  • 417 Übergriffe fielen dabei in das Themenfeld „Geschlechtsbezogene Diversität“
  • 1.005 Übergriffe fielen ins Themenfeld „sexuelle Orientierung“; dies entspricht einer Steigerung von ca. 15% im Vergleich zu 2021
  • Ein Großteil der Straftaten wird jedoch nicht angezeigt. Die Dunkelziffer liegt bei 90%.

 

der LSBTIQ* sind von Hassgewalt betroffen
20 %
erstatten keine Anzeige
0 %

Queerfeindlichkeit betrifft uns alle!

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